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Domainhandel — gab es je eine Krise?
Das Schweizerische IT-Unternehmen OMC veröffentlicht eine neue Domain-Verkaufsliste
 Der Handel mit Domains musste im Zuge der Finanzkrise maximal eine gewisse Talsohle durchschreiten, aber keine Rückschritte hinnehmen. Fürs dritte Quartal 2009 verzeichnet das Unternehmen Sedo, die grösste Domainhandelsbörse der Welt, wieder durchweg steigende Zahlen. Knapp 10.000 Domains brachten einen Erlös von insgesamt 16 Millionen Euro. Auch Rico Daniel vom schweizerischen Unternehmen OMC ist sich sicher, dass der Domainhandel gute Zeiten erlebt und dass von guten Domains sowohl Käufer als auch Verkäufer profitieren. Sein Unternehmen hat jetzt seine aktuelle Liste mit zum Verkauf stehenden Domains veröffentlicht. Während Top-Domains wie etwa Airport.at oder flughafen.ch zu hohen Preisen von 50.000€ angeboten werden, gibt es teils gute Domains wie etwa Webtelefonie.org bereits ab 100€.
 „Nein, eine wirkliche Krise hat der Domainhandel 2008 und 2009 nicht erlebt“, sagt Rico Daniel, „die Finanzkrise hat den Markt nur kurzfristig beeinträchtigt“. Bei diesen Worten blickt er einerseits auf eigene Erfahrungen zurück, da der Handel mit Domains ein Geschäftsbereich seines eigenen IT-Unternehmens Online Media Consult (OMC) ist. Andererseits bestätigen auch zahlreiche Gespräche mit Kollegen aus dem Domainhandel: Die Geschäfte laufen und sie laufen gut! Die zuletzt veröffentlichten Zahlen des Domainriesen SEDO untermauern diese Ansicht. Mit exakt 9.928 verkauften Domains stieg die Anzahl gehandelter Internetadressen im dritten Quartal 2009 im Vergleich zum Quartal 3/2008 um 5,5%. Im Durchschnitt erzielte jede verkaufte Domain einen guten Preis von 1.630€. Die Unterschiede zwischen Domain und Domain sind bei den Verkaufspreisen allerdings enorm.Â
Grosse Preisunterschiede bei Domains
Das kann auch Rico Daniel bestätigen; in seiner aktuellen Preisliste befinden sich sowohl Domains für 100€ als auch für 50.000€. Der Wert hängt dabei einerseits davon ab, wie einprägsam die jeweilige Domain ist, wobei so genannte generische Domains meistens als besonders einprägsam gelten. Als generische Domains werden Domains bezeichnet, bei denen es sich beim Second Level Domain-Namen um einen so genannten Gattungsbegriff wie etwa „Auto“ oder „Lebensmittel“ handelt (z.B. www.lebensmittel.ch). Zugleich steigt der Preis mit der erfolgreichen Arbeit, die in eine Domain gesteckt wurde. Ist die Internetadresse beispielsweise mit einer Seite verbunden, die bereits jetzt regelmässig viele Menschen anzieht, steigt der Preis der Domain natürlich: manchmal deutlich.Â
In Domains steckt Arbeit
„Ich werde ab und an gefragt, warum manche Domains derart viel kosten, schliesslich seien es ja nur ein paar Buchstaben, die da verkauft werden“, sagt Rico Daniel. Die Menschen, die so denken, kann er im Allgemeinen jedoch schnell überzeugen. Insbesondere, wenn Domains durch dahinter gelegte Seiten aufgewertet werden, steckt teils tatsächlich viel Arbeit, Einsatz und auch Geld in einer Domain. Die zum Verkauf stehende Domain „sonderpreis.ch“ führt beispielsweise derzeit zu einem virtuellen Einkaufszentren mit einer Fülle von Onlineshops. OMC hat hier eine ganze Reihe von Investitionen getätigt. Das Unternehmen hat Texte für Shopbeschreibungen erstellen lassen, Onlinemarketing betrieben und neue Shops für Sonderpreis gewonnen. „Es steckt eine ganze Menge Arbeit hinter dieser Domain, die mittlerweile täglich ein paar hundert Menschen anzieht. Der Käufer kann sich über eine gut entwickelte Internetadresse freuen“, sagt Rico Daniel, „und das ist schon seinen Preis wert.“Â
Die OMC-Domainverkaufsliste
OMC verkauft noch bis zum 31. Dezember 2009 eine grössere Menge an Domains. Zu ihnen gehören beispielsweise dreistellige schweizerische Domains wie etwa aft.ch, von denen die meisten 500€ kosten. Daneben stehen Shopdomains wie etwa „herrenkleider.com“, „katzenbedarf.com“ oder „hardwareshop.ch“ zum Verkauf sowie Mode-, Technik-, Gesundheits-, Dienstleistungs- (z.B. flirtboerse.net), Tourismus-, Versicherungs-, Sport-, Video- und TV- sowie weitere Domains. Â
Sedo Domainmarkt-Barometer: Domainhandel befindet sich auf neuen Höhenflügen
Köln, 05.11.09. Knapp 10.000 Domains wurden im dritten Jahresquartal für mehr als 16 Millionen Euro verkauft – alle relevanten Werte weisen dabei tendenziell nach oben. Der Domainhandel hat damit längst die der Wirtschaftskrise geschuldete kleine Talsohle hinter sich gelassen und befindet sich auf neuen Höhenflügen. Dies ist das zentrale Ergebnis der dritten Quartalsstudie, die die weltgrößte Domainhandelsbörse Sedo ( http://www.sedo.de ) soeben vorgelegt hat.
Grundlage der Untersuchung sind die Verkaufszahlen von Sedo. Detaillierte Statistiken und Grafiken sind im Internet abrufbar unter: http://www.sedo.de/presse/Domainstudie_Q3_2009.pdf
Highlights des Domainmarkt-Barometers für das dritte Quartal 2009:
- 9.928 Domains wurden insgesamt über Sedo verkauft (Steigerung: 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal). Dabei hat sich der Durchschnittspreis mit 1.630 Euro auf hohem Niveau stabil gehalten.
- Bei den generischen Top Level Domains (.com, .net, .org, .biz und .info) ist unverändert .com mit einem Anteil von 76 Prozent aller Verkäufe absoluter Spitzenreiter. Überraschend stark ist der durchschnittlich erzielte Preis dieser TLD um nahezu 77 Prozent auf jetzt 2.326 Euro angestiegen (Vorquartal: 1.311 Euro).
- Spitzenreiter unter den gehandelten Länderdomains ist mit einem Anteil von 56 Prozent weiterhin .de. Hier ist die Anzahl der Verkäufe zwar leicht um etwa 10 Prozent zurückgegangen (1.741 Domains im Vergleich zu 1.938 Domains im Vorquartal). Dafür hat es aber auch hier eine kräftige Aufwärtsbewegung beim Durchschnittspreis gegeben, der nun bei 1.166 Euro liegt (plus etwa 64 Prozent).
- Auch bei den Medianwerten hat es im Allgemeinen spürbare Steigerungen gegenüber dem Vorquartal gegeben. Besonders hervor sticht hier die Länderdomain .fr mit einem Median von 1.000 Euro gegenüber 600 Euro im Vorquartal. Auch der Durchschnittspreis der .fr-Domain ist außergewöhnlich stark von 1.732 Euro auf 3.049 Euro angestiegen.
- Was die Angebotstypen anbelangt, sind die Marktplatz-Verhandlung (49 Prozent) und die Auktion (34 Prozent) weiterhin die am stärksten genutzten Verkaufsformen. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich aber auch das Festpreisangebot – dessen Anteil stieg zuletzt um einen Prozentpunkt auf jetzt 5 Prozent.
- Teuerste über Sedo verkaufte Domain war call.com (770.956 Euro), teuerste Domain mit deutscher Landesendung newbrand.de (120.000 Euro). Drei Viertel der 20 weltweit teuersten veröffentlichten Domain-Verkäufe wurden über Sedo getätigt.
Neuer Rekordverkauf bei Sedo: Domainportfolio wechselt für 2,38 Millionen Euro den Besitzer
Über die weltgrößte Domainhandelsbörse Sedo ist soeben ein neuer Rekordverkauf erfolgt. Dabei wechselte ein ganzes Portfolio mit 475 Domains für 2,38 Millionen Euro den Besitzer. Käufer ist der Domaininvestor DomCollect, Verkäufer die Hassler & Mair GmbH – ein Unternehmen, das sich seit Mitte der Neunziger Jahre kontinuierlich einen hochwertigen Domainbestand aufgebaut hatte.
Das verkaufte Portfolio enthält ausschließlich Domains mit der Landesendung .de, darunter viele der besonders begehrten so genannten generischen Begriffe – wie etwa wertpapiere.de, devisen.de oder lohnsteuer.de. Dieser Umstand erklärt den hohen Preis, der bei den Verkaufsverhandlungen erzielt werden konnte. Die Hassler & Mair GmbH hat sich von ihrem Portfolio getrennt, um die Weiterentwicklung einer Netzwerkmanagement-Software durch ihre hundertprozentige Tochter ERAMON AG voranbringen zu können.
Investment in Domains – krisensicher und ertragreich
Tim Schumacher, Geschäftsführer von Sedo, zeigt sich über den neuen Rekordverkauf gleichermaßen erfreut wie über die hochkarätigen “Neuzugänge” bei DomCollect: “Viele Menschen verlieren gerade ein Vermögen mit Aktien und anderen Wertpapieren. In dieser Situation wird nun besonders deutlich, dass gute Domains eine hervorragende Alternative sind für die Geldanlage: Sie bilden ein krisensicheres Investment mit beachtlichem Wertsteigerungspotenzial.”
Projekt: freemailer.ch steht zum Verkauf
Das Internetprojekt Freemailer.ch inkl. aller zugehörigen Domains und der b1gMail Lizenz steht zum Verkauf. Freemailer.ch ist ein kostenloser Email, SMS und Webdisk Service und wird von der Online Media Consulting GmbH in der Schweiz seit über 2 Jahren betrieben.
Die folgenden Domains gehören alle zum Projekt und sind im Kaufpreis inklusive:
freemailer.ch
angeber.ch
beamter.ch
biest.ch
direktor.ch
spiesser.ch
suende.ch
Auf Wunsch kann zusätzlich die Domain: zicken.ch erworben werden. Diese wurde allerdings bisher nicht als Email-Domain angeboten.
Technische Daten (Stand: 14.12.2008)
Benutzer: 7900
Logins: 600 – 900 pro Tag
Neuregistrierungen: 10-40 pro Tag
Empfangene Emails: 2000 – 4000 pro Tag
Versendete Emails: 120 – 300 pro Tag
Gesendete SMS: 8 – 40 pro Tag
Webdisktraffic: < 1 MB / Tag
Lizenz: b1gMail
Online Media Consulting versteigert .ch Qualität-Domains
Perfekte Websites überzeugen nicht nur mit einem genialen Auftritt im www, sondern auch mit guten, passenden Domains. Es ist wichtig, dass Domains leicht merkbar und auch passend zum Internetauftritt sein müssen, denn nur so ist auch ein optimales Marketing möglich.
Es gibt verschiedene, überzeugende Arrgumente, warum eine Firma für ein Projekt eine .ch Domain registrieren oder kaufen soll, wenn es doch gleichzeitig so viele TLD (Top Level Domains) gibt, welche noch frei oder günstig zu erwerben sind. Die Schweizer bevorzugen nachweislich die ccTLD (Country Code Top Level Domain) .ch bei der Suche nach Produkten und Dienstleistungen. Suchmaschinen listen die Resultate von .ch Domains bei Suchanfragen von Schweizer User besser, als diejenigen der ccTLD anderer Länder. Darum ist es sinnvoll für Schweizer Firmen, welche primär den Schweizer Markt beliefern, auch auf die ccTLD der Schweiz zu setzen.
Rekordjahr bei Domainverkäufen: Zehn teuerste Domains erzielen Preissteigerung von über 250 Prozent
Köln (ots) – Die zehn teuersten Domains mit deutschem Länderkürzel .de gingen im Jahr 2008 für zusammen fast 1,5 Millionen Euro “über den Ladentisch” von Sedo – der weltgrößten Domainhandelsbörse. Damit hat sich der Gesamtverkaufserlös in der Kategorie “Top 10″ im Gegensatz zum Vorjahr (knapp 412.000 Euro) mehr als verdreifacht. Eine rasante Steigerung (über 80 Prozent) hat es aber auch bei den zehn Top-Verkäufen überhaupt gegeben, die alle verfügbaren Domain-Endungen in die Betrachtung einbezieht.